Feucht- und Hygienetücher gehören in den Hausmüll und nicht in die Toilette

 

(djd). Moderne Kläranlagen reinigen sorgfältig und umweltschonend das Abwasser von vielen Millionen Haushalten sowie Betrieben und Einrichtungen in Deutschland. Doch auch die beste Technik stößt an ihre Grenzen, wenn Dinge in der Toilette landen, die dort nicht hineingehören. Etwa Feuchttücher und Hygienetücher. Viele nutzen sie zur Hygiene, weil sie klein, praktisch und parfümiert sind. Ein Beispiel aus dem nordwestlichen Niedersachsen zeigt, welchen Aufwand ihre unsachgemäße Entsorgung verursachen kann.

 

Feuchttücher verstopfen Pumpen
Reißfeste Hygieneprodukte verstopfen die Schmutzwasserpumpen. Darin bilden sie lange, verfilzte und zähe Stränge.
Foto: djd/www.oowv.de

 

Tücher bringen Pumpen zum Stillstand

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Das Problem mit den in der Toilette heruntergespülten Tüchern aus Vlies beschäftigt die Mitarbeiter der Kläranlage des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) in der niedersächsischen Gemeinde Saterland wöchentlich: Die Hygieneprodukte verstopfen die Schmutzwasserpumpen. Darin bilden sie lange, verfilzte und zähe Stränge. So zäh, dass sie Pumpen zum Stillstand bringen, die das Abwasser von den angeschlossenen etwa 12.000 Einwohnern zur Kläranlage in Scharrel befördern sollen. „Diese Zöpfe müssen wir zu jeder Jahreszeit bis zu zweimal wöchentlich entfernen, insbesondere in den zwei Hauptpumpwerken“, berichtet OOWV-Regionalleiter Stefan Krauß. Um die Folgen der falsch entsorgten Feuchttücher in Grenzen zu halten, hat der Wasserverband in Scharrel technische Maßnahmen umgesetzt. Beispielsweise wurden andere Pumpen eingesetzt, die etwas weniger störanfällig bei den sogenannten Verzopfungen durch Feuchttücher sind. „Dadurch wird aber nicht die Ursache des Problems beseitigt“, so Stefan Krauß. „Deshalb sollten Vlies-Feuchttücher ausschließlich über den Hausmüll entsorgt werden und niemals über die Toilette.“ Weitere Hinweise hierzu hat der Wasserverband auf einem Infoblatt mit der Überschrift „Vorsicht, Pumpenkiller“ zusammengefasst, unter www.oowv.de** steht es zum Download bereit.

 

Feuchttücher verstopfen Pumpen
Die „Zöpfe“ aus Feucht- und Hygienetüchern müssen oft mehrmals wöchentlich entfernt werden.
Foto: djd/www.oowv.de

 

Mehrweg-Waschlappen als umweltfreundliche Alternative

Statt Feuchttüchern kann man beispielsweise Toilettenpapier mit Körperlotion befeuchten oder einem speziellen Spray für die Intimpflege, auch so kann die Nutzung der Feucht- und Hygienetücher reduziert werden. Und schließlich spricht nichts dagegen, aus Umweltgründen den guten alten Mehrweg-Waschlappen für die Körperhygiene zu verwenden.

 

Feuchttücher verstopfen Pumpen
Auch die modernste Kläranlagentechnik stößt an ihre Grenzen, wenn Dinge in der Toilette landen, die dort nicht hineingehören. Etwa Feucht- und Hygienetücher.
Foto: djd/www.oowv.de

 

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Auch modernste Kläranlagentechnik stößt an ihre Grenzen, wenn Dinge in der Toilette landen, die dort nicht hineingehören. Etwa Feucht- und Hygienetücher. Ein Beispiel aus dem nordwestlichen Niedersachsen zeigt, welchen Aufwand ihre unsachgemäße Entsorgung verursachen kann. Die Hygieneprodukte verstopfen die Schmutzwasserpumpen der Kläranlagen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Darin bilden sie lange, verfilzte und zähe Stränge. So zäh, dass sie Pumpen zum Stillstand bringen, die das Abwasser zur Kläranlage befördern sollen. Deshalb sollten Vlies-Feuchttücher ausschließlich über den Hausmüll entsorgt werden und niemals über die Toilette. Weitere Hinweise hat der Verband auf einem Infoblatt zusammengefasst, unter www.oowv.de** steht es zum Download bereit.