Tipps für eine bessere digitale Diskussionskultur

 

(djd). Auf der einen Seite Rednerpult, Redezeit, schlagfertige Argumente, aber auch mal heftiges Anschreien mit Beleidigungen. Auf der anderen Seite Hashtags, Likes, Dislikes, verbale Auswüchse bis hin zum Shitstorm: Die digitale Diskussionskultur unterscheidet sich entscheidend von der analogen Diskussion. Im digitalen Raum nehmen unfaire, emotional geführte Debatten immer mehr zu, Cybermobbing und Hasskommentare kennen viele junge Menschen aus eigener Erfahrung.

 

Digitale Diskussionskultur lernen
Junge Menschen, die alltäglich in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, können und sollten für ein respektvolles Miteinander im Netz sensibilisiert werden.
Foto: djd/www.teachtoday.de

 

Potenziale und Risiken von Netzdebatten

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Netzdebatten bieten grundsätzlich gute Möglichkeiten zum fairen Austausch von Argumenten. Denn sie finden weltweit vernetzt, zeitlich unbegrenzt in Bild, Video, Ton und Text sowie in offenen wie geschlossenen Nutzergruppen statt. Hier liegen aber auch die Risiken: Netzdebatten laufen häufig anonymisiert ab, Beleidigungen und verbale Auswüchse können so schnell verbreitet werden und daraus können sich oft Shitstorms mit grenzenlosen und unkontrollierbaren Ausmaßen entwickeln. Doch wie können Diskussionen im Netz fair geführt werden? Wie können gerade junge Menschen, die alltäglich in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und verbalen Diskussionen begegnen, für ein respektvolles Miteinander im Netz sensibilisiert werden?

 

Bildungsinitiative setzt sich für faire Debattenkultur ein

Auch im Netz lebt eine demokratische Debattenkultur von gegenseitigem Respekt. Mit der digitalen Diskussionskultur beschäftigt sich etwa Teachtoday, die Bildungsinitiative der Deutschen Telekom zur Förderung der sicheren und kompetenten Mediennutzung für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren. Speziell zum Thema Netzdebatten wurde ein Themendossier entwickelt, das für Interessierte unter www.teachtoday.de** zu finden ist. Neben Hintergrundinfos, Videobeiträgen, einem Online-Workshop und einer Projektidee gibt es auf dem Portal hilfreiche Tipps und Regeln zum Diskutieren im Netz. Einige wichtige Tipps und Regeln sind etwa:

Respektvoll bleiben: Verbale Beleidigungen und respektlose Wortäußerungen sind für eine konstruktive Diskussion nicht angebracht.

Perspektive wechseln: Ein Perspektivwechsel eröffnet mitunter eine neue Sichtweise auf das Thema und ist förderlich für ein besseres Verständnis.

Sich einmischen: Bei Beleidigungen sollte nicht weggeschaut werden. Wenn sich alle sagen „Die anderen werden schon eingreifen“, wird niemand etwas tun.

Haltung zeigen: Hierbei geht es um eine generell positive und wertschätzende Sprache. So kann man sich überall im Netz selbstbestimmt und proaktiv in die Diskussion einbringen.

Hasskommentare melden: Diese können direkt beim Plattformanbieter gemeldet werden. Eine weitere Option ist, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

 

Digitale Diskussionskultur
Soziale Netzwerke können Spaß machen und das Leben bereichern, wenn man dort respektvoll miteinander umgeht.
Foto: djd/www.teachtoday.de

 

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Im digitalen Raum nehmen unfaire, emotional geführte Debatten immer mehr zu, Cybermobbing und Hasskommentare kennen viele junge Menschen aus eigener Erfahrung. Dabei bieten Netzdebatten grundsätzlich gute Möglichkeiten zum fairen Austausch von Argumenten. Denn sie finden weltweit vernetzt, zeitlich unbegrenzt, in Bild, Video, Ton und Text sowie in offenen wie geschlossenen Nutzergruppen statt. Wie können Diskussionen im Netz fair geführt werden? Mit der digitalen Diskussionskultur beschäftigt sich etwa Teachtoday, die Bildungsinitiative der Deutschen Telekom zur Förderung der sicheren und kompetenten Mediennutzung für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren. Speziell zum Thema Netzdebatten wurde ein Themendossier entwickelt, das unter www.teachtoday.de** zu finden ist.