Putzen mit Hausmitteln schont Umwelt und Geldbeutel

 

(djd). Ein sauberes Zuhause ist den Menschen in Deutschland so einiges wert: Stattliche fünf Milliarden Euro haben sie 2020 bundesweit für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel ausgegeben. Aber ist das wirklich notwendig? Viele konventionelle Reinigungsmittel wirken durch Tenside, diese enthalten neben waschaktiven Substanzen auch synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Umweltfreundlicher, besser für die Gesundheit und obendrein noch kostengünstiger und schonender sind Hausmittel, mit denen man viele Reinigungsmittel ersetzen kann. Tipps für das Putzen mit Hausmitteln:

 

Putzen mit Hausmitteln kann auch Spass machen
Mit den passenden Tricks und Hausmitteln wird alles hygienisch sauber. Dabei lässt sich obendrein so mancher Euro sparen.
Foto: djd/Vonovia/Getty Images/PeopleImages

 

So wird’s sauber

*
Mit Essig oder Essigessenz, Zitronensäure und Natron, jeweils verdünnt mit warmem Wasser, lässt sich bereits fast alles sauber bekommen. Essig und Zitronensäure sind äußerst wirksam gegen Kalk – im Bad ebenso wie in Elektrogeräten wie Wasserkochern oder Kaffeemaschinen. Natron kann zum Beispiel statt aggressivem Backofenreiniger eingesetzt werden: Das Pulver im Verhältnis eins zu eins mit Wasser mischen, im Backofen auf den Verunreinigungen verteilen und nach einiger Einwirkzeit abwischen. Ein wahrer Alleskönner unter den Reinigern ist Schmierseife: Sie ist nicht nur für Oberflächen, Böden und Fenster geeignet, sondern auch für Geschirr und Wäsche. Nachhaltige Schmierseife ist biologisch abbaubar. Ähnlich hilfreich ist Gallseife: Sie entfernt fett-, eiweiß- und farbstoffhaltige Flecken wie Öl, Blut, Milch, Obst oder Gemüse.

 

Umweltlabel bieten Orientierung

Wer nicht vollständig auf gekaufte Reinigungsmittel verzichten möchte, sollte auf Umweltzeichen wie den Blauen Engel oder das Europäische „EU Ecolabel“ achten. „Egal, welchen Reiniger man verwendet: Weniger ist mehr – oft reichen schon einige Tropfen für ein überzeugendes Ergebnis“, rät Nicoletta Senicer, Leiterin Operations Reinigung, Betriebswirtin und Fachwirtin Reinigung und Hygiene bei Vonovia. Nicht nur das „Womit“ ist entscheidend für das Reinigungsergebnis, sondern auch das „Wie“. Hierzu gibt sie fünf nützliche Tipps.

1. Unterschiedliche Tücher oder Lappen verhindern, dass man Bakterien und Keime in der Wohnung „verschleppt“. Hilfreich sind unterschiedliche Tuchfarben, zum Beispiel Rot für Toiletten, Gelb für Sanitär, Grün für die Küche und blaue Lappen für die übrigen Flächen und Wischbezüge für Böden.

2. Nicht gegen den Schmutz, sondern mit dem Schmutz putzen – also von oben nach unten – zum Beispiel erst die Regale abstauben und dann den Boden wischen oder saugen.

3. Den Überblick behalten, indem man sich Raum für Raum und Abschnitt für Abschnitt vornimmt.

4. Fenster nicht in der prallen Sonne putzen, das gibt Streifen.

5. Wichtige Stellen nicht vergessen – zum Beispiel Mikrowelle, Kühlschrank, Herd, Teppiche und Vorhänge.

 

Putzen mit Hausmitteln
Für saubere Fenster eignen sich Hausmittel ebenfalls sehr gut. Wichtig: Die Scheiben nicht in der prallen Sonne putzen.
Foto: djd/Vonovia/Getty Images/gilaxia

 

*
Wir Deutschen putzen gerne, so will es jedenfalls das Klischee. Stattliche fünf Milliarden Euro, die 2020 für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel ausgegeben worden sind, lassen vermuten, dass das Klischee ein Körnchen Wahrheit enthält. Viele konventionelle Reinigungsmittel wirken durch Tenside, diese enthalten neben waschaktiven Substanzen synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Umweltfreundlicher, besser für die Gesundheit, kostengünstiger und schonender sind Hausmittel, mit denen man viele Reinigungsprodukte ersetzen kann. „Egal, welchen Reiniger man verwendet: Weniger ist mehr – oft reichen schon einige Tropfen für ein überzeugendes Ergebnis“, rät Nicoletta Senicer, Leiterin Operations Reinigung, Betriebswirtin und Fachwirtin Reinigung und Hygiene bei Vonovia.