Mit digitaler Technik können sich Angehörige leichter bei der Pflege einbringen

 

(djd). Bei pflegenden Angehörigen denkt man meist an Menschen, die mit dem Pflegebedürftigen in einer Wohnung leben oder zumindest regelmäßig vorbeikommen und helfen. Doch das ist nicht immer so: Knapp jede sechste Hauptpflegeperson wohnt Erhebungen zufolge nicht in der Nähe ihres pflegebedürftigen Verwandten, sondern managt die Betreuung weitgehend aus der Ferne. Statt Hilfe vor Ort steht dann vor allem die Organisation und Koordination, das Übernehmen von Papierkram, die Unterstützung bei Problemen und oft auch ein täglicher Anruf auf dem Programm – eine große Verantwortung, die mit erheblichem Zeitaufwand verbunden sein kann. Eine Videoberatung kann da die Pflege erheblich erleichtern.

 

Videoberatung
Per Videogespräch lässt sich eine Pflegeberatung oft einfacher organisieren – besonders, wenn zwischen den Teilnehmern größere Entfernungen liegen.
Foto: djd/compass private pflegeberatung

 

Niedrigere Hürden für Beratungstermine

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Ein wichtiger Bestandteil der Pflege auf Distanz ist auch die Teilnahme an Pflegeberatungen. „Das war bisher oft schwierig, denn um alle an einen Tisch zu bekommen, müssen Angehörige teils weite Wege auf sich nehmen oder sogar einen Urlaubstag einreichen“, weiß Jana Wessel von der compass private Pflegeberatung. Wird ausschließlich Pflegegeld bezogen, sind regelmäßige Beratungen verpflichtend vorgeschrieben, bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich, bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich. Bisher mussten diese immer in der häuslichen Umgebung des Pflegebedürftigen stattfinden. Eine neue Gesetzgebung ermöglicht nun aber, sie zunächst bis Ende Juni 2024 im Wechsel auch per Videogespräch wahrzunehmen. „Damit lässt sich der Anreiseaufwand für entfernter lebende Pflegepersonen halbieren, und Termine mit mehreren Teilnehmern können viel besser koordiniert werden“, so Wessel. „Die erste Beratung und im Folgenden mindestens jede zweite findet aber weiter vor Ort statt. Bei den anderen hat der Pflegebedürftige die Wahl.“

 

Die Beratung per Videogespräch wird gut angenommen

Privat Versicherte werden von compass etwa im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu Hause oder per Video beraten. Zudem stellt das Unternehmen außerdem eine kostenlose Telefonberatung für alle Versicherten unter der kostenfreien Rufnummer 0800/101 88 00 sowie zahlreiche Informationen unter www.pflegeberatung.de** zur Verfügung. Nach den Erfahrungen während der Corona-Pandemie wird die neue Pflegeberatung per Videogespräch sehr gut angenommen. Sie kann nicht nur bei den verpflichtenden Beratungen, sondern auch bei Unterstützungsbedarf zwischendurch genutzt werden. Denn in vielen Pflegesituationen – etwa bei der Beantragung von Hilfsmitteln oder Wohnungsumbauten, der Organisation von Kurzzeit- oder Verhinderungspflege oder der Suche nach geeigneten Angeboten zur Unterstützung im Alltag – ist eine kompetente Beratung enorm wichtig.

 

Videoberatung
Gerade für Angehörige, die die Pflege aus der Ferne organisieren, ist die neue Möglichkeit der Videoberatung oft attraktiv.
Foto: djd/compass private pflegeberatung

 

Tipps zur Pflege per Videoberatung

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Knapp jede sechste Hauptpflegeperson muss die Betreuung ihres Pflegebedürftigen aus der Ferne organisieren. Dazu gehört oft die Teilnahme an Pflegeberatungen. Diese sind für Pflegebedürftige mit ausschließlichem Pflegegeldbezug bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich, bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich verpflichtend. Für Ortstermine müssen diese Angehörigen weit fahren und sogar Urlaubstage nehmen. Seit Juli kann jede zweite Beratung per Videogespräch stattfinden. „Damit lässt sich der Anreiseaufwand halbieren, und Termine können besser koordiniert werden“, so Jana Wessel von der compass private Pflegeberatung. compass etwa berät privat Versicherte zu Hause oder per Videogespräch, bietet eine kostenlose Hotline für alle unter 0800/101 88 00 sowie Infos unter www.pflegeberatung.de**.