Wasted money oder wirklich nützlich?

 

Zu jeder Erstausstattung des Babyzimmers sollte ein Windeleimer gehören. Frisch gebackene Eltern kommen schnell zu dieser Erkenntnis, sobald ein unangenehmer Geruch vom Wickeltisch die Nasen beleidigt. Eine sofortige Entsorgung der Hinterlassenschaft des Nachwuchses in den Mülleimer draußen ist meist nicht möglich und normale Haushalts-Mülleimer sind nicht geruchsdicht. Also muss ein Windeleimer her.

Windeleimer



Welcher Windeleimer ist der Richtige?


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Vor dem Kauf eines Windeleimers sollte überlegt werden, für welches System man sich entscheidet und wie viel Platz dafür im Kinderzimmer vorhanden ist. Noch in den 1980er Jahren war der Windeleimer ein Behältnis mit losem Deckel, also kaum besser als der Mülleimer in der Küche. Diese Variante gibt es immer noch, sie ist preiswert und platzsparend, aber nicht geruchlos.

Einzelne Modelle wurden verbessert durch einen Verschluss, damit das Krabbelkind den Deckel nicht alleine öffnen kann. Andere Varianten haben ein Fußpedal zum leichten Öffnen, wenn die Hände nicht frei sind. Wer etwas mehr Komfort haben möchte, findet ihn bei effektiven Weiterentwicklungen der Windeleimern der heutigen Zeit. Sie sind kleine Wunderwerke der geruchslosen Entsorgung. Ihr Geheimnis sind Plastikbeutel in ihrem Inneren, die die benutzten Windeln aufnehmen und luftdicht im Eimer deponieren. Diese Art der Windeleimer funktionieren teils mit normalen Müllbeuteln, teils mit einem Kassettensystem, einige mit beiden Varianten.

Windeleimer

Windeleimer mit Kassette oder ohne?


Die Windeleimer mit Kassette, die an der Öffnung des Eimers immer einen sauberen Plastikbeutel vorhalten, sind perfekte Helfer im Kinderzimmer. Die schmutzige Windel wird in den Beutel gegeben, das System geschlossen und der Beutel im Eimer gelagert. Die Beutel verschließen jede Windel hermetisch ab und schützen so vor Gerüchen und Keimen. Die Kassette hält sofort wieder einen neuen sauberen Beutel bereit. Die Nachfüllkassetten für dieses System sind jedoch ein Kostenfaktor, den man im Hinterkopf haben sollte, denn bis der Nachwuchs sauber ist, werden mehr als 1000 Windeln verbraucht. 


Die Entsorgung funktioniert aber bei einigen Modellen dieser Windeleimer auch mit normalen Müllbeuteln, die erheblich preisgünstiger sind. Hier wird der Beutel im Eimer befestigt. Der Deckel des Windeleimers wird luftdicht geschlossen. Die schmutzige Windel wird durch eine Öffnung in den Eimer gegeben und durch Klappen oder Drehen in den unteren Teil des Eimers befördert, ohne dass Geruch aus dem Eimer austreten kann.

Windeleimer


Windeleimer – von praktisch bis dekorativ


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Dass
Windeleimer eine vernünftige Anschaffung** sind, ist unbestreitbar. Darum sollte man beim Kauf auf einige Dinge achten, damit über die lange Zeitspanne der Nutzung von bis zu drei Jahren, die Freude nicht getrübt wird.

Ein wichtiges Kriterium ist das Fassungsvermögen des Windeleimers. Dieses variiert von 8 Windeln bis über 30 Stück. Es ist durchaus normal, dass der kleine Erdenbürger drei bis 6 Windeln am Tag verbraucht. Um die Notwendigkeit des häufigen Leerens des Windeleimers zu vermeiden, sollte er ein möglichst großes Fassungsvermögen haben.
Andererseits sollte man das Gewicht eines gefüllten Windeleimers nicht unterschätzen. Das ist sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Wenn im Kinderzimmer wenig Platz vorhanden ist, wäre ein hoher schmaler Windeleimer von Vorteil. Er nimmt wenig Raum ein und man braucht sich außerdem nicht hinunter zu bücken.

Wichtig ist, dass der Eimer geruchsdicht verschlössen werden kann, denn das ist der ausschlaggebende Grund für die Anschaffung. Dies sollte genauestens geprüft werden und vielleicht im Internet nach Bewertungen zu dem entsprechenden Produkt recherchiert werden.

Eine praktische Sache ist die Einhandbedienung des Öffnungsmechanismus. Wenn man mit einer kräftig gefüllten Windel in der Hand vor dem Eimer steht und ihn mit der anderen Hand nicht aufbekommt, kann die Situation brenzlig werden. Ein Antippen zum Öffnen kann dann wie ein Wunder sein.

Der Windeleimer sollte leicht zu reinigen sein, denn es kann leicht zu Verschmutzungen kommen. Hierfür eignet sich insbesondere Kunststoff, doch gibt es auch dabei Unterschiede. Ein Eimer aus Polypropylen (PP) wäre immer einem aus Polyvinylchlorid (PVC) vorzuziehen. PVC ist problematisch in der Herstellung und in der Entsorgung, es dünstet Weichmacher aus und bei einem Brand entstehen Dioxine.

Ein Kostenfaktor sind die Verbrauchsmittel, das sind die Müllbeutel und Kassetten. Hier sollte man sich darüber informieren, was diese jeweils kosten, und schätzen, was pro Monat an Verbrauch anfällt. Wenn diese Daten bekannt sind, kann man sich leichter für das eine oder andere Modell der Windeleimer entscheiden. Praktisch ist es, wenn sowohl normale Müllbeutel wie auch Kassetten verwendet werden können. Man ist nicht festgelegt und kann Schnäppchenpreise nutzen.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass die Windeleimer auch von Designern entdeckt wurden. Es gibt Modelle, die sich harmonisch in den Wohnstil integrieren lassen und nicht auffallen. Es gibt sie in vielen Farben, von dezent bis kunterbunt. Und wenn die Kinder keine Windeln mehr brauchen, finden die Windeleimer noch Verwendung als Papierkorb oder als normaler Abfalleimer. 

 

Windeleimer