Ratgeber für Eltern: Bestrafung hilft bei schlechten Schulnoten nicht

 

(djd). Für viele Eltern ist die Pubertät der Kinder eine große Nervenprobe. Der Nachwuchs nabelt sich von Mama und Papa ab, die Freunde werden wichtiger als die Noten in der Schule. Die meisten Konflikte drehen sich jetzt um immer gleiche Themen: keine Lust auf Hausaufgaben oder fehlendes Engagement bei anderen Pflichten. Doch mit viel Verständnis und Humor lässt sich auch diese Zeit meistern.

 

Schüler in der Pubertät
Die Freunde sind in der Pubertät sehr wichtig – da kann das Lernen schon mal in den Hintergrund rücken.
Foto: djd/Studienkreis GmbH

 

Die Eigenmotivation stärken

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„Stellen Sie sich das Gehirn des Jugendlichen wie eine Großbaustelle vor. Es entwickelt sich, und zwar von hinten nach vorn, vom Kleinhirn zum Stirnlappen. Dass da manche ‚Verschaltung‘ noch nicht funktioniert, ist doch eigentlich klar“, sagt Elisabeth Raffauf, Familientherapeutin und Erziehungsberaterin aus Köln. Gerade bezüglich des Themas Schule rät die Fachfrau zur Gelassenheit. Eine Bestrafung etwa mit Handyentzug oder Hausarrest bei schlechten Noten helfe nicht. Die miese Zensur sei schon Strafe genug. „Jetzt ist Trost angesagt“, sagt die Psychologin und rät: „Man sollte sich mit den Jugendlichen lieber über eine gute Note freuen, das stärkt die Eigenmotivation.“

 

Junge in der Pubertät
In der Pubertät wird für viele Jugendliche das Handy wichtiger als die Schulaufgaben.
Foto: djd/Studienkreis/Michael Printz

 

Nachhilfe kann sinnvoll sein

Weitere Tipps und Tricks, wie Eltern ihre pubertierenden Teenager zum Lernen motivieren, stehen im kostenlosen Ratgeber „Pubertät und Schule“. Man findet ihn zum Download unter www.studienkreis.de**, Reiter Infothek. Fallen die Noten zu sehr ab und ist die Versetzung in das nächste Schuljahr gefährdet, sollte die Familie allerdings auch über Nachhilfeunterricht nachdenken. Dieser wird am besten nicht von den eigenen Eltern geleistet, sondern beispielsweise in einem Studienkreis-Institut vor Ort. Darüber hinaus sollte das Thema Lernen aber nicht überstrapaziert werden. Eltern dürfen sich gern an ihre eigene Pubertät zurückerinnern. Ein lockerer Spruch, auch über sich selbst, erstickt so manchen Konflikt im Keim. Denn gemeinsam über miese Laune und Missgeschicke lachen, entspannt alle Beteiligten.

 

Mädchen in der Pubertät
Hier wird wohl nicht über die Mathehausaufgabe diskutiert, sondern eher über die neuesten Musikcharts.
Foto: djd/Studienkreis GmbH

 

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Für viele Eltern ist die Pubertät der Kinder eine große Nervenprobe. Die meisten Konflikte drehen sich jetzt um die immer gleichen Themen: So haben die Kids oft keine Lust auf Hausaufgaben. Doch mit viel Verständnis und Humor lässt sich diese Zeit meistern. Gerade bezüglich des Themas Schule rät Familientherapeutin Elisabeth Raffauf zur Gelassenheit: „Eine Bestrafung etwa mit Hausarrest bei schlechten Noten hilft nicht.“ Ist allerdings die Versetzung in das nächste Schuljahr gefährdet, sollte die Familie über Nachhilfeunterricht nachdenken, beispielsweise beim Studienkreis. Weitere Tipps, wie Eltern ihre pubertierenden Teenager zum Lernen motivieren, finden diese im Ratgeber „Pubertät und Schule“. Er steht unter www.studienkreis.de**, Reiter Infothek, kostenlos zum Download bereit.

 

Ratgeber für Eltern zur Pubertät
Für Eltern steht im Internet ein kostenloser Ratgeber bereit, der Tipps für den Umgang mit der Pubertät gibt.
Foto: djd/Studienkreis